
Bei schweren Verletzungen kommt es häufig zu Schockzuständen oder Bewusstlosigkeit – Situationen, in denen schnelles und richtiges Handeln lebenswichtig ist. Ein Schock zeigt sich typischerweise durch blasse Haut, kalten Schweiß, schnellen Puls, Zittern und Verwirrtheit. In diesem Fall müssen Ersthelfer die betroffene Person beruhigen, warm halten, flach lagern und die Beine leicht anheben, sofern keine Verletzungen an Rücken oder Beinen vorliegen. Gleichzeitig ist sofort der Notruf abzusetzen.
Bei Bewusstlosigkeit steht die Sicherung der Atmung im Vordergrund. Atmet die Person, muss sie in die stabile Seitenlage gebracht werden, um zu verhindern, dass Erbrochenes oder die Zunge die Atemwege blockiert. Atmet sie nicht, ist unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen. Eine durchgehende Betreuung und Beobachtung des Zustandes ist zwingend erforderlich, bis professionelle Hilfe eintrifft.
Schwere Verletzungen, wie starke Blutungen, Knochenbrüche oder Kopfverletzungen, erfordern besondere Vorsicht. Blutungen müssen schnell gestillt werden, etwa durch Druckverbände. Bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen darf die Person nicht bewegt werden, es sei denn, akute Lebensgefahr besteht. Der Fokus liegt immer auf der Stabilisierung der lebenswichtigen Funktionen und dem Schutz vor weiteren Schäden.
Durch diese klaren Maßnahmen können Ersthelfer entscheidend dazu beitragen, Leben zu retten und Verletzungen zu begrenzen.